Smart Glasses als Meilenstein der Pflegebranche

 

Die Softwareprogrammierer des Unternehmens UReality aus Weingarten erleichtern den Pflegern des KBZO (Körperbehindertenzentrum Oberschwaben) den Arbeitsalltag.

Im Zuge der Digitalisierung setzt das KBZO in Weingarten auf den Einsatz von smart-glasses, welche besonders in der Industrie großen Zuspruch gewinnen. Dort werden sie beispielsweise für die Produktion, die Instandhaltung oder die Visualisierung eingesetzt.

Das Problem der Pflegekräfte beim KBZO: jeder durchläuft, während der Behandlung eines Patienten, einen aufwändigen Prozess. Dabei muss er sämtliche Arbeitsschritte handschriftlich festhalten, meist simultan zur Patientenbehandlung. Dies ist sehr mühsam und aufgrund der kurzen Behandlungszeitspanne auch stark fehleranfällig. Selbst nach der Visite muss der Pfleger die Patientenakte noch nachträglich aufbereiten und im Zentralregister einordnen.
Dieses Problem wird durch die eigens entwickelte Pflege-App von UReality gelöst. Jeder einzelne Patient erhält auf seiner Karte einen personalisierten QR-Code und ist somit klar identifizierbar. Wird dieser mithilfe der aufgesetzten smart glass vom Pfleger einscannt, beginnt die Verknüpfung der tatsächlichen mit der digitalen Welt. Die für die smart glass programmierte Technik welche dabei zum Einsatz kommt bezeichnet man als augmented reality (erweiterte Realität). Im Sichtfeld des Pflegers baut sich diese erweiterte Realität auf, das heißt: sämtliche Informationen über den Patienten werden für ihn im Raum digital sichtbar.

Beispielsweise:

  • Medikamentengabe
  • Individuelle Pflegehinweise
  • Weiterer Tagesablauf
  • Kommende Termine für ärztliche Behandlungen
  • Spezielle Wünsche des Patienten
  • Mahlzeitenverordnungen (Unverträglichkeiten, Allergien, etc.)

Sogar Informationen wie Interessen und Hobbys erscheinen dem Pfleger, was persönlichere Gespräche mit dem Patienten einfach ermöglicht. Der Vorteil: Sämtliche Schritte während der Behandlung werden automatisch von der smart glass digital verarbeitet und abgespeichert. Somit entfallen viele, ursprünglich analoge Zwischenschritte, welche einen großen Zeitverlust darstellten. Dies erleichtert dem Pfleger die tägliche Arbeit erheblich. Anstatt sämtliche Arbeitsschritte handschriftlich und analog festzuhalten kann sich der Pfleger, dank der Pflege-App, stets um den Patienten kümmern und hat anstatt Stift und Papier beide Hände frei. Dies ermöglicht eine effiziente und effektive Arbeitsweise.

2018-01-04T11:57:46+00:00 4.Januar 2018|Tags: , , |0 Kommentare

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