Mittwoch, 11. März 2020


Usability in der virtuellen Realität - Teil 4

#Virtual Reality

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zu Teil 1
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Im vierten Teil der Blogreihe „Usability in der virtuellen Realität“ geht es um Menüs.

Designmuster für VR-Menüs
Bei der Gestaltung von Menüs für die virtuelle Realität gibt es zwei Hauptpunkte, die zu beachten sind. Einmal die Struktur und einmal die User Experience.

Struktur:
- Wie soll der Inhalt strukturiert werden
- Besitzt der Inhalt eine Hierarchie
- Falls es eine Hierarchie gibt, wie tief geht diese
- Wie viele Punkte gibt es
- Muss das Menü skalierbar sein

UX:
- Was für eine User Experience ist angedacht
- Wie schnell müssen Elemente verfügbar sein
- Sind einige Elemente wichtiger als andere

Im Folgenden werden 2 Menüarten für VR vorgestellt: Flat Menüs und echte 3D Interfaces.

Flat Menüs auf Geometrie und echte 3D Interfaces

Flat Menüs auf Geometrie
Flat Menüs sind insbesondere von Tablets und Smartphones bekannt. Karten und Kacheln bilden dabei die grundlegende Ordnerstruktur. Hierarchien entstehen zum Beispiel dann, wenn mehrere Anwendungen in einem Ordner zusammengefasst werden. In VR können diese flachen 2D-Schnittstellen auf einfache geometrische Formen abgebildet werden, z. B. auf einen gekrümmten Bildschirm oder auf die Innenseite einer Kugel. Besonders die Menüführung bei der Oculus zeigt ein schönes Beispiel für Flat Menüs.

Echte 3D Interfaces
Eine zusätzliche Dimension bietet die Möglichkeiten, die Darstellung nicht nur nach oben unten, links und rechts anzuordnen, sondern auch in die Tiefe. Material.io deutet in ihrer Dokumentation mit Schatten und Überlappungen dieses Verhalten schon für 2D Screens an. Echte 3D-Schnittstellen sind bisher recht selten, obwohl sie für die VR am besten geeignet erscheinen. Das Problem: Die Designsprache für 3D-Schnittstellen - insbesondere für Menüs fehlt.


Diese Blogreihe veröffentlicht Ausschnitte und Zusammenfassungen der Bachelorarbeit von Jacqueline Buchmaier: „Cardboard Engineering - Optimale Gebrauchstauglichkeit für die Manipulation von Objekten in Virtual Reality und Desktop-Anwendungen“. Die Arbeit entstand im Studiengang Mediendesign und digitale Gestaltung an der Hochschule Ravensburg-Weingarten University of Applied Sciences in Kooperation mit UReality und wurde am 28.02.2019 eingereicht. Für die bessere Lesbarkeit wurden die Quellenangaben aus dem Text entfernt. Die vollständige Arbeit ist einsehbar an der RWU.